Bilder – der direkte Weg in Herz und Hirn

bildsprache-staunenWie Bildsprache Ihre Kommunikation unterstützt

Neben den visuellen Elementen Farbe, Schrift, Stil und Anmutung prägen Bilder ein Corporate Design ganz entscheidend. Bilder erzeugen Emotionen, Neugier und Interesse – direkt und viel schneller als Text. Textwüsten schrecken ab – wir lesen Texte lieber, wenn Bilder daneben zum Lesen einladen und den Text genial ergänzen.

Aber Vorsicht: Der Text spielt immer die erste Geige. Über den Text werden Botschaften/Inhalte vermittelt. Die Wirkung des besten Bildes verpufft, wenn der Text daneben lang(weilig), aufgebläht, unverständlich oder sogar fehlerhaft daherkommt. Nicht nur Fotografien, auch Illustrationen können großartige bildsprachliche Ergänzungen zu Textbotschaften liefern – erinnern Sie sich noch an die Red-Bull-Kampagne?

Ob Fotos oder Illustrationen – die Wirkung von Bildern in der Unternehmenskommunikation wird leider oft unterschätzt. Hier die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gilt:

Groß, gut und einfach! Große Bilder wirken stärker als kleine Briefmarken. Allerdings muss auch die Qualität stimmen, wenn ein Foto groß eingesetzt wird – sowohl technisch als auch bildlich. Einfaches bleibt besser im Gedächtnis haften als allzu detailreiche, kleinteilige Motive. Allerdings können auch richtige Wimmelbilder ein Hingucker sein… Patentrezepte gibt es nicht. Erfreulicherweise können große Bilder heute auch im Web problemlos eingesetzt werden. Praxisbeispiel: Website für Sterne-Restaurant FALCO in Leipzig.

Bilder müssen zum Text passen. Wer z.B. neben einen brillanten Text über maßgeschneiderte, individuelle Dienstleistungen ein ödes 08/15-shake-hands-Foto aus einer x-beliebigen Bilddatenbank stellt, verjagt seine Leser/Kunden (und zieht sich den Groll des Texters zu). »Hochwertige Produkte« sollten auch hochwertig in Szene gesetzt werden – d.h. bitte keine Amateurfotos! Wenn Textaussage und ergänzendes Bild sich widersprechen, nennen Werber das »Text-Bild-Schere«.

Authentizität zeigen. »Echte« Menschen wirken immer glaubwürdiger und besser als Models – außer in der Modefotografie, da gelten andere Gesetze. Viel besser als ein Foto einer Sekretärin mit Headset aus einer Bilddatenbank wirken sympathische Porträts wirklicher Mitarbeiter in ihrer Arbeitsumgebung (Attraktivität steigert natürlich immer die Wirkung.) Authentizität sollte aber nicht mit Amateurhaftigkeit verwechselt werden – im Gegenteil, gerade hier ist Profi-Können gefragt!
Bei sozialen Themen sind authentische Bilder unverzichtbar.
Praxisbeispiele: Bilder alter und junger Menschen in der Ausstellung zum Generationentag, Reisefotos in der Werbung für nachhaltigen Tourismus (ONE WORLD Reisen mit Sinnen)

Professionalität. Eine teure Kamera in der Hand macht noch keinen guten Fotografen aus einem Laien. Der richtige Blickwinkel, das beste Licht, ein guter Hintergrund, ob im Studio oder vor Ort – ein Profi hat das alles besser im Blick. Portraits, Produkte, Food, aber auch Firmengebäude, Raum-Details, Arbeitsplätze – man sieht Bildern meist an, ob ein Fachmann am Werk war.
Praxisbeispiele: Maschinenfotos für WEBOMATIC, Food-Fotos für Sternekoch Michael Dyllong und Restaurant Palmgarden

Einheitlicher, klar erkennbarer Stil. Ob es um Websites oder Printmedien geht – die Bilder (Fotos wie auch Illustrationen) müssen auch untereinander zusammenpassen. Produkte z.B. werden optimal unter stets gleichen Bedingungen fotografiert, idealerweise immer vom gleichen Fotografen. Stilistisch zusammenpassendes Fotomaterial in Bilddatenbanken zusammenzusuchen, ist zwar nicht unmöglich, aber zeitaufwändig und schwierig. Fotos können u.U. aber in der Bildbearbeitung am Computer stilistisch angepasst werden, z.B. in der Farbigkeit.
Praxisbeispiel: die von uns entwickelte blau-grüne Bildwelt auf der Homepage der Stadtwerke Fröndenberg

Bildkonzepte – der Königsweg der Bildsprache. Konsequent eingesetzte Bildkonzepte wirken besonders einprägsam, emotional und erhöhen den Wiedererkennungswert enorm. Ein Bildkonzept umfasst meist eine Serie von Bildern in einheitlichem Stil, wiedererkennbarer Farbharmonie, ähnlicher Bild-Atmosphäre. Guten Bildkonzepten liegen gute Ideen zugrunde, sie erzählen Geschichten oder entwerfen eigene Bildwelten. Dabei kommen z.B. Stilmittel wie Verfremdung oder Übertreibung zum Einsatz. Grafikdesigner, Illustratoren und/oder Fotografen können für Sie Bildkonzepte entwickeln. Ein paar Beispiele: Sportwagenmodelle, die immer neben Raubkatzen vor schwarzem Hintergrund fotografiert werden. Speiseeis – auf allen Bildern in den Händen lustiger Typen oder Kinder. Menschen, die in immer gleicher Umgebung (z.B. auf einem roten Sofa) oder mit den gleichen Accessoires gezeigt werden.
Weil Bildkonzepte aufwändiger in der Umsetzung sind, werden sie meist in klar umrissenen Kommunikationsbereichen eingesetzt: Werbekampagnen für ein Produkt, Plakatserien, Buchgestaltung.
Praxisbeispiele: Fotokonzept für Schrauben-Kalender Rafflenbeul, Serie von Illustrationen zum Thema Verpackungen für ein Buch, Grafikdesign mit alten Illustratonen rund um Musik-CD »Fleurs«

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