Goodbye Arial! Besser aussehen im Internet mit Webfonts

webfonts-bildJahrelang ging es im Internet in puncto Schriftkultur sehr eintönig zu: Webseiten erlaubten nur die Verwendung von standardmäßig installierten Schriften (Fonts) der verschiedenen Betriebssysteme. Unternehmen mussten entweder auf die Verwendung ihrer Hausschrift im Internet verzichten, auf Flash-Seiten ausweichen oder im schlimmsten Fall eine Computer-Systemschrift zur Hausschrift machen. IKEA zum Beispiel warf die klassische Schrift Futura aus dem Katalog, um sie durch die Verdana aus dem Web zu ersetzen. Schön ist anders.

Seit etwa zwei Jahren ist es technisch möglich, auch andere als Systemfonts im Web zu verwenden. Seither geht der Trend im Internet zur Individualität: Webfonts verbreiten sich immer stärker. Endlich gibt es auch auf Internetseiten typografische Vielfalt, bessere Lesbarkeit und Eigenständigkeit. Das Webdesign macht einen Satz nach vorn.

Wie funktioniert das? Zwei Lösungen haben sich durchgesetzt:
»Rent-a-font«: Bei Diensten wie z.B. Typekit kann man sich gegen einen Jahresbeitrag (ab ca. 25 $) aus 740 Schriftfamilien bedienen.
Die Schriften (Fonts) liegen auf den Typekit-Servern und werden beim Aufrufen der Website eingesetzt.
Vorteile: Unproblematische Installation, die Schriften sind vom Anbieter auf Browserverträglichkeit getestet, große Auswahl und gute Bildschirmdarstellung.
Nachteile: Längere Ladezeiten – je nach Umfang des Schriftenpaketes und Netzauslastung.
          
»Buy-a-font«: Schriftenanbieter und -hersteller wie z. B. Fontshop bieten Webfonts zum Kauf an – manche gibt es auch gratis. Diese werden dann zusammen mit der Internetseite auf Ihrem Webspace gehostet. Die Schrifteinbettung erfolgt direkt über die Formatierungsanweisung.
Vorteile: Schneller Seitenaufbau, weil die Schrift am gleichen Ort liegt wie die Seite. Einmalige Anschaffungskosten (Einzelschnitte ab ca. 49 €).
Nachteile: Als Besitzer/Lizenznehmer der Schrift sind Sie dafür verantwortlich, dass diese nicht vom Server abgegriffen werden kann. Falls Sie internationale Zeichensätze benötigen (mehrsprachige Websites), kann es teurer werden.

Der Aufwand und die überschaubaren Kosten lohnen sich. Ihr Internetauftritt bekommt durch Webfonts einen eigenen Charakter und kann Ihr Firmenerscheinungsbild (Corporate Design) konsequent weiterführen – unterstützt damit Ihr Branding wirkungsvoll. Webfonts eröffnen im Internet endlich die typografische Freiheit, die für Printmedien schon lange selbstverständlich ist.
»Webfonts schützen Ihre Marke und ermöglichen den Einsatz von dynamischen Text, sodass Ihre Website für Suchmaschinen optimiert wird. … Marken und Unternehmen sind endlich in der Lage, Drucksachen und Webseiten im gleichen Stil zu gestalten.« (FontShop)

Unsere eigene Seite läuft mit Unit Pro Medium, Light und Thin.
Bei mehrsprachigen Internetauftritten ist zu beachten, dass die ausgewählten Schriften die fremdsprachigen Sonderzeichen enthalten: Die Website, die wir z.B. für WEBOMATIC realisierten, funktioniert mit Myriad Pro, die auch für osteuropäische Sprachen ausgebaut ist.

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