Zeitpunkte:
Buckminster Fuller und spaceship earth

 

Richard Buckminster Fuller (1895–1983) war der Mann, der die Zukunft erfand: Er entwarf in den zwanziger Jahren stromlinienförmige Autos und Häuser in Ufo-Form und wollte sie in Massenproduktion herstellen. Eine von ihm entwickelte und 1946 patentierte Weltkarte konnte mittels einer darübergelegten Netzstruktur die Erdoberfläche erstmals verzerrungsfrei darstellen. Seine bekannteste Erfindung war die geodätische Kuppel, spektakulär realisiert auf der Expo 1967 in Montreal: Der amerikanische Pavillon war damals eine Acryl-Stahl-Kugelkonstruktion von Buckminster Fuller – 62 Meter hoch und mit einem Durchmesser von 76 m. Das Bauwerk fing 1976 bei einer Renovierung Feuer und brannte bis auf das Stahlgerüst ab. Es wurde 1992 restauriert und beherbergt heute das Biosphère Environment Museum.

Buckminster Fuller war Erfinder, Designer, Architekt, Wissenschaftler, Forscher und Schriftsteller. Er galt den einen als Spinner und naiver Utopist, den anderen als Idol und Guru. Er inspirierte Science-Fiction-Regisseure, Hippies, Autodesigner und Architekten. Bemerkenswert an ihm ist seine ganzheitliche Betrachtungsweise, die seiner Zeit weit voraus war: »Wir sind alle Astronauten. Und unser Raumschiff ist die Erde.« Schon früh dachte er darüber nach, wie Energien und Ressourcen geschont werden könnten. Aus Formen der Natur leitete er Konzepte für Fahrzeuge, die Architektur und den Städtebau ab. Obwohl Fuller letzten Endes wenige seiner Visionen realisieren konnte, bleibt seine utopische Kraft – seine Ideen werden immer wieder neu entdeckt und überprüft.

Allen Fans von »Bucky« Fuller und denen, die ihn noch nicht kennen, bietet das Museum MARTA in Herford bis zum 18. September 2011 einen sehenswerten biografischen Überblick über sein Werk, beginnend mit dem »Dymaxion House« bis zu den berühmten geodätischen Kuppeln. Norman Foster, für den Buckminster Fuller Mentor und Freund war, und Luis Fernández-Galiano, Professor an der Universidad Politécnica in Madrid, stellten die Ausstellung zusammen. Zahllose virtuose bis versponnene Zeichnungen aus der Hand von Bucky Fuller, Modelle, Filme und Fotografien geben einen Überblick über die Schaffenskraft dieses unermüdlichen Denkers. Ein Highlight der Ausstellung ist zweifellos die 1:1-Rekonstruktion des Dymaxion Cars von Norman Foster. Begleitend zeigt das MARTA »Wir sind alle Astronauten« – Universum Richard Buckminster Fuller im Spiegel zeitgenössischer Kunst.

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