Am falschen Ende sparen:
Briefpapierdruck im Büro

Ein Plädoyer für den Druck
»Briefpapier drucken lassen? Ach, wir haben doch einen leistungsfähigen Farblaserdrucker (wahlweise: Tintenstrahldrucker) im Büro!«
Grafiker werden oft vom Kunden gebeten, Logos als jpgs für Word bereitzustellen. Oder gleich ganze Geschäftsausstattungen in Word zu gestalten und zu liefern, damit sie über Bürodrucker ausgabefähig sind.
Mal abgesehen davon, dass Word ein reines Schreibprogramm ist und der Gestaltung in Word enge Grenzen gesetzt sind, unterliegt dieses Denken einem Trugschluss: Es rechnet sich selten, farbiges Briefpapier oder gar Visitenkarten aus Word über Bürodrucker auszugeben – dies taugt nur als Lösung im Notfall.
Folgende Nachteile:

  • Farbige Tonerkartuschen sind teuer und außerdem nicht umweltfreundlich. Logos und gestaltete Briefpapiere kommen ja selten gleichmäßig bunt daher, sondern setzen meist farbliche Schwerpunkte. Wenn Sie überdurchschnittlich viele Briefe, Angebote, Rechnungen und Konzepte mit Ihrem Logo über Ihren Bürodrucker ausgeben, ist die Wahrscheinlichkeit ungleichmäßiger Farb-Verbräuche recht hoch: Einige Farbkartuschen sind öfter leer, andere trocknen dagegen ein – es sei denn, Sie drucken außerdem oft Fotos, Diagramme oder andere grafische Elemente aus.
  • Der typische Ausdruck aus dem Bürodrucker unterliegt auf lange Sicht auch Qualitätsschwankungen: Unterschiede in der Farbintensität oder gar Streifen kommen auch auf guten Druckern irgendwann gern vor. Das sieht nicht nur unschön aus, es wirkt auch unprofessionell.
  • Darüber hinaus sind Sie zumindest bei Tintenstrahldruckern in der Wahl der Papierqualitäten eingeschränkt.

Sogar für Freiberufler und kleine Unternehmen ist es wirtschaftlicher, Briefpapier in einer Auflage von ein paar hundert Exemplaren drucken zu lassen. Sie können Ihr Briefpapier zum Beispiel zu einer Basisform abspecken: Sie lassen lediglich Briefkopf und Logo bzw. Wortmarke drucken – nur den Rest, also alles Schwarze wie Adressfensterzeilen, Kontaktdaten, Bankverbindungen und/oder Rechnungsstandards drucken Sie über einen Büro-Laserdrucker selbst ein (falls Sie hier auch Farbe wünschen, geht das natürlich nicht). Als ich mich vor 13 Jahren selbstständig machte und mein erstes Logo für mich entwarf, ließ ich genau so ein Basis-Briefpapier in einer Auflage von 1000 Stück drucken. Das benutzte ich für meine Korrespondenz, Rechnungen und Konzepte. Es hat jahrelang gehalten.

Viele kleine und Online-Druckereien bieten den Druck von Briefpapieren in kleinen Auflagen zu erschwinglichen Preisen an. Vorteile:

  • Professioneller Offset- oder Digitaldruck sieht meist gleichmäßiger aus und die Farben leuchten intensiver, besonders wenn Sie Sonderfarben statt 4c wählen.
  • Sie können ein gutes und wertiges Papier, selbstverständlich auch FSC- oder Recyclingpapiere aussuchen und nach natürlichen Druckfarben fragen. Auch CO2-neutraler Druck wird mittlerweile vielfach angeboten.
  • Insgesamt lohnt sich die Investition: Eine gestaltete und gedruckte Geschäftsausstattung wirkt professioneller und verbessert Ihre Außenwirkung immens – das ist unbezahlbar.

Eine günstige Alternative: Ein farbiger Logo-Stempel statt eines echten Drucks kann auf entsprechend ausgewähltem guten Papier mit besonderer Haptik sehr charmant und originell wirken. Das funktioniert allerdings nicht mit jedem Logo und eignet sich nicht für jede Branche. Lassen Sie sich von Ihrem Grafikdesigner beraten – oder von uns. ;)

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