IKEA Hacking und Ergonomie

IKEA Hacking? Nein, wir sind nicht in die Datenbank des schwedischen Riesen eingebrochen. Der Begriff meint kreativen Umgang mit IKEA-Produkten – inzwischen eine lustige weltweite Bewegung.

Die Anschaffung eines höhenverstellbaren Arbeitstisches für mein Büro (mehr dazu unten) warf unerwartete Probleme auf. Auf meinem Tisch benötigen der Computer, mehrere externe Festplatten, eine Lampe, ein Mini-Plotter und das Telefon Kabel- und Stromzufuhr. Vorher war dies alles sowie ein Hub und zwei Steckerleisten in Gitter-Kabelkanälen verstaut, die unter der Arbeitsplatte befestigt waren.

Aber jetzt schwankt die Tischhöhe zwischen 65 und 120 cm. Die Stromkabel, die aus der Bodendose kommen, sind zu kurz, um die Steckerleisten oben am Tisch zu befestigen. Der unschöne Wirrwarr aus Kabeln und Steckerleisten auf dem Boden sollte irgendwie verschwinden, trotzdem mussten die Kabel nach oben die Höhenverstellung der Platte mitmachen, aber wie?

Ein IKEA-Rundgang brachte die Idee:
1. Stehlampe Storm 120 bei IKEA erwerben (war gerade im Angebot für schlappe 7,99 €!),
2. den Standfuß zum stabilen Steckerleistenhalter umrüsten – einer der alten Kabelkanäle (auch von IKEA) wurde da noch verbaut,
3. den Lampenschirm darüberstülpen, nachdem man die Querverstrebung unten rausgesägt hat. Der Papierschirm wird oben unter der Tischplatte befestigt. Wie eine Ziehharmonika macht er jede Bewegung der Tischplatte mit. Muss man mal an Stecker, Kabel und Hub ran, wird er einfach hochgeschoben.

Okay, die Optik ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich kann damit gut leben. :)

Arbeiten im Stehen

Der beste Bürostuhl – wir haben immerhin zwei HAG Capiscos – taugt auf die Dauer nix. Langes Sitzen tut dem Körper einfach nicht gut. Längst ist erwiesen, dass es nicht nur dem Rücken schadet: »Sitzen ist das neue Rauchen«.
Weil auch meine Beschwerden sich mehrten, hatte ich das Arbeiten im Stehen an meinem zweiten »Analog«-Arbeitstisch (zum Zeichnen usw.) getestet und damit positive Erfahrungen gemacht. Dort liegt die Platte jetzt dauernd auf ca. 90 cm Höhe.

Am Computer ist stehendes Arbeiten für mich jedoch eine Herausforderung, weil ich hier deutlich mehr Zeit verbringe. Aber ich kann ja jederzeit zwischen Sitzen und Stehen wechseln und Ermüdung vorbeugen. Ich habe auch festgestellt, dass ich auf einem Balanceboard länger stehen kann: Damit wird das Stehen noch dynamischer, Wirbelsäule und Gelenke bleiben ständig in Bewegung. Ein flaches Kissen unter dem Balanceboard reduziert das Kippeln und vermindert die Rutsch- und Sturzgefahr auf glatten Böden.

Tipp: Die Anschaffung ergonomischer Büromöbel wird übrigens von der Rentenversicherung Bund finanziell bezuschusst, wenn man entsprechende gesundheitliche Beschwerden nachweisen kann (z.B. Rückenprobleme). Weitere Infos und Formular-Download hier. Achtung: Unbedingt VOR dem Möbelkauf den Förderantrag stellen!

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