Gute Passwords leichter merken

passwords-bildDie Hitparade der schlechtesten Passwords zeigt es: Viele Internetnutzer sind erschreckend naiv. »123456« für ein sicheres Kennwort zu halten, ist schon sehr blauäugig.
Auch mich hat der Adobe-Hack vor ein paar Wochen aufgeschreckt. Zwar verwendete ich keines der Top-100-Kennwörter, musste aber feststellen, dass es ein paar Doppelnutzungen gab: für verschiedene Accounts dieselben Kennwörter. Unter anderem war mir das bei meinem Kreditkartenkonto-Login passiert. Huch!

Es ist ja auch wirklich ein Kreuz: Pin-Nummern zum Online-Banking und für das Smartphone, Passwords für Facebook, Twitter, das eigene Blog und jeden Online-Shop. Wie soll man sich denn das alles merken? Also greift man gern auf Bewährtes und leicht zu merkendes zurück. Bequemlichkeit mit fatalen Risiken: Nicht nur Adobe, auch Evernote, Whatsapp und viele andere Dienste bzw. Unternehmen wurden in 2013 Ziel von Hackerangriffen. Diese Gefahren werden weiter zunehmen.

Dabei ist es gar nicht so schwer, sich fantasievolle, bessere Passwords auszudenken – mithilfe der Mnemotechnik. Kurz gesagt funktioniert das mit Eselsbrücken: Assoziationsketten bilden und darüber möglichst sprechende Begriffe bauen. Mit dieser Methode kann man sich Namen besser einprägen (z.B., wenn Ihnen jemand vorgestellt wird) und eben auch Passwords. Beispiel: Sie suchen ein Kennwort für Ihren Zalando-Account. Was fällt Ihnen zu Zalando ein? Schuhe, klar. Das ist aber noch zu einfach. Wie wär’s mit Schuhtick? Immer noch sehr naheliegend. Highheels, Sneakers? Wie wäre es mit schreivorglück oder imeldamarcos (wg. tausender Paar Schuhe, die die Dame besessen haben soll)? Dazu eine Ziffernkombination – ok., meinetwegen Ihre Schuhgröße. Oder ein Höchstbetrag, den Sie beim Kauf eines einzelnen Paars nicht überschreiten wollen. ;)
So erfinden Sie einfallsreiche Kennwörter, die Sie besser im Kopf behalten können und die es Hackern nicht ganz so leicht machen. Vermutlich benötigen Sie aber trotzdem noch eine – sicher verwahrte! – Liste (Password-Manager benutzen?), falls Sie vor lauter kreativen Optionen mal die Übersicht verlieren.

Das Erfinden von Passwords mit der Mnemotechnik macht sogar Spaß, und tatsächlich kann man sich mit der Zeit viel mehr merken. Ich habe es selbst ausprobiert: Nach dem Adobe-Schock habe ich mir letzten Herbst für jeden meiner Accounts ein sprechendes Kennwort ausgedacht. Die meistbenutzten behalte ich inzwischen im Kopf.

Ach, übrigens: Ich gehöre zu den wenigen Frauen, die gar keinen Zalando-Account besitzen … ;))

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